Teil 2: Money, Moneten und Geld

Der für viele Menschen wichtigste Aspekt einer großen Reise ist wohl das liebe Geld. Ich habe nicht genau Buch geführt aber doch im großen und ganzen alles erfasst. Vorab: Viele Alleinerziehende fahren nur selten in den Urlaub – wenn überhaupt! Das Geld ist oft knapp und viele erhalten nur unregelmäßig, wenn überhaupt Unterhalt vom getrennt lebenden Elternteil. Bei uns ist das nach langem Ringen auch endlich geklärt. Dazu kam, dass ich im Jahr 2014 zu großen Teilen Vollzeit-angestellt mit viel Pendelei war. Den Sommerurlaub beschränkte ich im Jahr zuvor auf eine Woche und auch sonst lebten wir nicht über unsere Verhältnisse, sodass ich genügend Geld für unsere Reise beiseite legen konnte. Es war natürlich auch ganz praktisch, dass nicht alle Kosten zum gleichen Zeitpunkt anfallen, sondern sich ganz gut über mehrere Monate verteilen.

Transportkram

Zur Flugbuchung, einem der größten Kostenfaktoren, habe ich hier schon einiges geschrieben. Es ist gut den Preis über einen gewissen Zeitraum im Blick zu behalten und im günstigsten Moment zuzuschlagen. Bei Reisen mit Kids ist es dennoch wichtig genau zu prüfen, ob es wirklich Sinn macht den 20-Stunden-Overlay für ein Ersparnis von 50 Euro zu buchen. Dazu kommen dann natürlich noch weitere kleinere Kostenpunkte, die in ihrer Summe, je nach Destination, nicht zu unterschätzen sind: Taxis, Tuk Tuks, Fähren, Bus, Metro, Zug.

Sleepless in Koh Tao? Nö!

Wir hatten alles: wunderschöne Bungalows im Dschungel mit einsamen Buchten und Privatstrand (ca. 35 Euro/Nacht) bis zur abgeranzten Bude mit krabbelnden Mitbewohnern und durchlegener Matratze (7 Euro/Nacht). Da wir aber auch mit letzterem ganz gut klarkamen und die Unterkunft ja primär zum Schlafen genutzt wurde, sind wir doch eher in einfachen Bungalows abgestiegen. Eine Klimaanlage hatten wir außer während unseres kurzen Aufenthalts in Bangkok nie und sie hat auch nie gefehlt.

Essen

Bei den Kosten für Nahrungsmittel habe ich mich etwas verschätzt. Auf dem Festland von Thailand kann man durchaus günstig leben. Mit einem ordentlichen Inselzuschlag und einem Kind, was im Grunde genauso viel isst wie eine Erwachsene, wurde die Reisekasse mehr strapaziert als erwartet. Da wir weder Fisch noch Fleisch aßen waren es nun keine exorbitanten Summen, aber unter den angepeilten 10 Euro pro Tag blieben wir fast nie. Schuld daran waren mitunter auch die vielen leckeren Fruchtshakes, veganen Restaurants und Pancake-Stände. Beim abendlichen Chillen mit Feuershow am Strand kam dann auch schnell ein kleines Sümmchen zusammen.

verrückte Obstsorten

Plastegeld: Kreditkarten

Hatten wir und haben wir genutzt. Vorrangig die extra angeschaffte Kreditkarte der DKB. Mit dieser könnt ihr, wie mit jeder anderen Karte auch, Geld an den unzähligen ATMs abheben. Dabei entstehen dennoch Gebühren. Nach der Reise könnt ihr diese aber zurückbekommen. Dazu müsst ihr nur eine freundliche E-Mail an die DKB schreiben und für Rückfragen die entsprechenden Belege parat haben. War bei mir aber nicht nötig und das Geld wurde wenige Tage später auf mein Konto überwiesen. Natürlich sollte man fairerweise die Abhebungen begrenzen und lieber wenige Male größere Summen abheben.

Shoppen bis zum Umfallen

Die letzten drei Tage unseres Aufenthalts in Thailand verbrachten wir in Bangkok. Anders als bei unserem ersten Aufenthalt, bei dem wir uns auf Sightseeing und Essen beschränkten, verfielen wir in einen Shoppingrausch. Einmal angefixt, war kein Markt mehr vor uns sicher: Wir wollten alles (vegetarische) probieren und deckten uns ordentlich mit Klamotten ein. Besonders die wallenden superbequemen Yogahosen haben es mir angetan – das war dann auch mein liebstes Mitbringsel für Freunde. Letztendlich mussten wir uns am vorletzten Tag eine neue Reisetasche besorgen.

Grobe Kostenaufstellung für uns zwei für einen Monat

Flüge (Kind (7) + Erwachsene, Qatar Airways): 1120 Euro

Reisekrankenversicherung: 23 Euro

Transport in Thailand: 170 Euro

Unterkunft (28 Nächte): 500 Euro

Essen (30 Tage):  450 Euro

Shopping u. Souvenirs: 300 Euro

Extras (Kanaltour BKK, Tauchen, Massagen): 200 Euro

Eintritte: 20 Euro

 

Gesamt: rund 2800 Euro

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1 Comment

  1. Finde es klasse auf diesem Weg einmal einen Einblick über die Kosten zu bekommen, die man auf keinen Fall unterschätzen sollte. Vielen Dank dafür.

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