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Coworkation und Co-Creation: Coworking jenseits urbaner Räume #CWE16

In den letzten Wochen war das Thema Coworking für mich präsenter denn je – also neben der kontinuierlichen Beschäftigung damit in Form meiner Dissertation oder als Inhalt meiner Lehre sowie Etablierung eines Spaces an der Viadrina. Ende November 2016 war ich in Brüssel bei der europäischen Coworking-Konferenz und kurz danach im brandenburgischen Klein Glien bei einem spannenden Workshop für das neue Coconat. Die Kontraste hätten auf den ersten Blick nicht größer sein können. Doch bei beiden Treffen mit vielen aktiven Coworking-EnthusiastInnen nahm das Thema Coworking auf dem Land, bzw. jenseits der (Groß-)Städte einen zentralen Stellenwert ein.

Coworking Europe #CWE16

Schon vor Beginn der Konferenz trafen sich einige Beteiligte um sich über die wissenschaftliche Perspektive auf das Thema neuer Arbeitsformen auszutauschen. Geladen waren alle, die sich in verschiedensten Forschungsprojekten mit dem Thema Coworking beschäftigen. Was dabei raus gekommen ist, habe ich hier kurz zusammengefasst. Nach dem ersten Tag der Konferenz, der primär Keynote-lastig war, dafür aber viele kontroverse Diskussionen ausgelöst hat, startete am zweiten Tag das Barcamp.

coworking europe barcamp plan

Coworking auf dem Land?

In einer der ersten Sessions fragten sich Tim Nieländer gemeinsam mit Tamara und Ivan vom Mokrin House, wie Coworking und Coliving in ländlichen Gegenden funktionieren kann. Tim möchte einen Space mit kommunaler Förderung in Goslar öffnen und sammelt Argumente um die lokale Verwaltung davon zu überzeugen. Im Zuge der Session wurde schnell klar, dass Coworking nicht nur ein urbanes Phänomen ist.

Das Interesse der Teilnehmenden war groß und viele gut funktionierende Beispiele wurden gesammelt: Zentraler Bestandteil ist, wie bei allen Coworking Spaces, das Team. Sinnvoll ist es wenn zumindest ein Kernteam selbst in der Region lebt und Ansprechpersonen stets da sind.  Grundlegend wichtig ist auch die Anbindung an die lokale Bevölkerung sowie Unternehmen vor Ort. Der Aufbau einer community geschieht am besten vor oder wenigstens parallel zur heißen Phase der Eröffnung. In der Diskussion wurde klar herausgestellt, dass das Netzwerk um den Space zunächst lokal funktionieren muss, bevor man internationaler agiere könne. Dabei käme es immer auf die unterschiedlichen Zielgruppen an, die angesprochen werden sollen. Die Entfernung zur nächsten größeren Stadt und die Anbindung an das Nahverkehrsnetz sind ebenfalls wichtige Faktoren, die schon bei der Standortfrage eine zentrale Rolle spielen sollen – genauso wie die Kaffeeauswahl!

flipchart notizen zur session

Coconat: Ein Workation Retreat (er-)findet sich neu

Ein Beispiel, was obige Ideen bereits aktiv umsetzt, findet sich in der brandenburgischen Pampa. Coconat bespielte schon im letzten Jahr erfolgreich einen temporären Coworkation Space. Coworkation ist eine Verbindung aus Coworking und Vacation (Urlaub). Hintergrundinformation dazu lest ihr hier oder auf der Webseite des Projekts.

Anfang Dezember fand ein Workshop zum neuen Coconat im Gutshaus von Klein Glien  statt. Geladen waren verschiedene Stakeholder: Vor allem interessierte NachbarInnen, zukünftige Coworkationistas, MitgestalterInnen und UnterstützerInnen samt Kind und Kegel. Mit kulinarischen Stärkungen (und viel Tee und Kaffee) führte uns eine Moderatorin kompetent und mit viel Herzblut durch den Tag. Einen kurzen Bericht lest ihr hier. Schön war, das wirklich alle mit ihren Sorgen und Interessen gehört wurden und bei diversen Diskussionsrunden bis hin zum Prototyping geträumt und geplant werden konnte. Am folgenden Tag beschäftigte sich das GründerInnen-Team erneut mit all den Ideen.

Einer meiner Beweggründe nach Klein Glien zu fahren war die Suche nach einer Verbindung von Arbeit und Leben jenseits der Großstadt, bei der ich auch meine Tochter einbinden kann und Kinderinteressen konsequent mitgedacht werden. Die ultimative Entgrenzung sozusagen, mit der jede und jeder anders umgeht, bzw. sich reflexiv begrenzt. Im Austausch mit den Kids vor Ort wurde klar, dass sie den Gutshof als eine große Spiellandschaft mit ganz vielen Abenteuern sehen, die nur darauf warten von ihnen entdeckt zu werden. Von der Feengrotte (Eiskeller) bis zum  Zauberwald ist ja schon alles da! Spannend war auch, dass sich die Kinder keinen begrenzten Raum für die Kleinen gedacht haben (wie viele Erwachsene dies gerne tun). Vielmehr wollten sie überall mit einbezogen werden. Natürlich braucht es dafür altersgerechte Angebote. Ein erster Schritt ist aber getan und es wäre schön wenn große und kleine Kinder, vielleicht auch solche, die es immer bleiben von Anfang an mitgedacht werden und nicht nur als ein schönes Zusatzangebot gedacht werden.

Von Coworking zu Coworkation zu Coliving

Coworkation ist nicht erst seit dieser Coworking Europe-Konferenz ein Thema, war aber sehr präsent. Die Schnittstellen zu (temporären) Coliving Spaces sind groß. Hier sind einige Beispiele, die mir bislang begegnet sind. Neben festen Spaces gibt es auch verschiedenste Camps, in denen temporär zusammen nebeneinander gearbeitet wird – gerne mit Sonne, Strand und Palmen.

Was fehlt noch in dieser Liste?

rayaworx mallorca Dorisch Schuppe CC

Foto: CC Lizenz Doris Schuppe via flickr (DoSchu)

Stimmungsbild: DER Coworking Space oder DAS Coworking Space?

Um meine kurze Umfrage in der Coworking-Community und darüber hinaus noch mal etwas weiter zu streuen, hier nun meine Frage an euch:


Im Zuge meiner Dissertation, Seminarvorbereitungen an der Europa-Uni Viadrina (Future of Work, Baby!) oder im täglichen Social Media-Dunstkreis stolpere ich häufig über die unterschiedliche Artikelverwendung in Bezug auf Coworking Spaces. Natürlich wird niemand – wohl auch nicht die German Coworking Federation – demnächst festlegen, welchen Artikel ihr zu verwenden habt. Oft gehe ich aber den Zwischenweg und nutze einfach den Plural: Es werden ja sowieso immer mehr Spaces!

Konferenz-Saison: #Cowork2016 und #Arbeitenviernull

Ich war in den letzten Tagen Teil von zwei Konferenzen, die sich mit der Arbeit der Zukunft und der Zukunft der Arbeit beschäftigen – unterschiedlicher hätten sie nicht sein können. In Hamburg fand vom 11.-13. März 2016 die kleine aber feine Cowork2016 statt – ein Treffen der deutschsprachigen Coworking-Szene, das von der German Coworking Federation e.V. (GCF) organisiert wurde. In letzterer kann man auch Mitglied werden, zum Beispiel hier. Am 15. März 2016 folgte sodann die Halbzeitkonferenz Arbeiten 4.0 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) inklusive Eröffnungsrede der Ministerin und entsprechendem Bohai. Die Anzugdichte war hier um tausend Prozent höher als bei ersterer Veranstaltung. Essen war bei beiden toll und leider viel zu viel. Nachhaltigkeit und Konferenzen schließen sich anscheinend noch viel zu oft aus, was ich immer sehr schade finde. Hier nun in aller Kürze meine Impressionen:

Cowork2016 in Hamburg im sHHared und Werkheim

Nach der Gründung der GCF im letzten Jahr ist die Anzahl der Coworking Spaces auch in Deutschland weiter gestiegen. Viele bestehende Spaces expandieren – entweder mit neuen größeren Räumen oder gleich komplett neuen Spaces. Die sogenannte Coworking-Kette WeWork steigert seinen Wert auf 16 Milliarden US-Dollar und eröffnet zur Zeit gerade drei Spaces in Berlin. Viele der ProtagonistInnen der Szene waren sich auf der Cowork2016 einig: So richtig Coworking ist das nicht mehr. Tobias, Coworking Manager vom St. Oberholz, betont in seinem Resümee zur Konferenz den Aspekt der Offenheit, den „unser“ Coworking im Sinne einer Gemeinschaftsbildung hier ganz klar abgrenzt.

Mit der Kennzeichnung #Cowork2016 werden sich in den nächsten Tagen und Wochen weitere Impressionen der spannenden Tage in Hamburg den Weg in den virtuellen Raum bahnen. Desweiteren sei noch anzumerken, dass die Konferenz m.E. Coworking (und auch Co-Living) in einem Mikrokosmos darstellt: Die Barcamp-Methode regt zu echten Begegnungen auf Augenhöhe an und jedeR kann sich einbringen, frei nach dem Motto es gibt keine ZuschauerInnen – nur Teilnehmende. Hier findet ihr den Sessionplan. In diesem Sinne: Wer mag kann die Cowork2017 (und auch die sonstige Verbandsarbeit) mitgestalten: zur German Coworking Federation.

#arbeitenviernull – Halbzeitkonferenz in Berlin im Kosmos

Dementsprechend politischer (und hochkarätiger besetzt) ging es danach bei der Halbzeitkonferenz des Dialogprozesses vom BMAS zu. Arbeit wurde hier in erster Linie im engeren Sinne zu großen Teilen als Erwerbsarbeit gedacht, noch enger vorrangig mit Bezug auf abhängig Beschäftigte. In vier verschiedenen Panels ging es um diverse Aspekte der sich im Wandel befindenden Arbeitswelt der Zukunft. Ein erster Themenüberblick findet sich in der Einladung.

Meine Agenda beinhaltete neben Themen zum mobilen und entgrenzten Arbeiten, vor allem neuere Aspekte in der schönen neuen Welt des Crowdworkings. Dazu beschäftigt sich die Europa-Universität Viadrina zurzeit in einem interdisziplinären Forschungsprojekt mit der Situation der Crowdworker. In diesem arbeitsrechtlich bislang wenig reglementierten Bereich ergeben sich sowohl Möglichkeiten als auch Risiken für die Reorganisation der Arbeit – irgendwo zwischen Ausbeutung und Freiheit. So war es nicht verwunderlich, dass es bislang wenig konkrete Studien und belastbare Daten zur Situation der auf den diversen Plattformen Aktiven gibt und hier eine klare Forschungslücke bemängelt wurde. Wir sind dran.

Eine spannende Studie, die im Rahmen der Konferenz medienwirksam vorgestellt wurde ist „Wertewelten Arbeiten 4.0“. Hier wurden 1.200 Personen zu ihren Einstellungen zur (Erwerbs-)Arbeit im Zeitverlauf umfangreich befragt. Interessant war die Verortung der ProbandInnen in den sieben entwickelten Wertewelten, die vor allem auf ihren Idealvorstellungen beruhten. Die Präsentation der nextpractice GmbH skizzierte ein recht positives Bild der Zukunft (grün), jedoch für den heutigen Standpunkt eher negative Aussagen der unterschiedlichen Gruppen. Mit einem Test kann sich jedeR selbst mal einordnen: Zum Test auf arbeitenviernull.de.

Arbeit kann nur gemeinsam gedacht werden

Beiden Konferenzen gemein war, dass sich unglaublich wenig mit dem aktuell sehr sichtbaren Thema der vielen Menschen, die nach Europa kommen oder es zumindest versuchen, beschäftigt wurde. Die Menschen, die zurzeit aufgrund einer Fluchterfahrung zu uns kommen spielten in keiner der hübschen Studien, anregenden Diskussionen und Kaffeepausen eine Rolle – und wenn oft nur negativ besetzt. Ich denke wie sehr die aufgezeigten idealen Wertewelten an der Realität vorbeigehen werden, wird sich daher nicht erst im anvisierten Jahr 2030 zeigen. Zuletzt kommt daher also ein Werbeblock: Am 30. April 2016 treffen sich Engagierte und Projektemacher beim openTransfer CAMPRefugees in München. Die Stiftung Bürgermut organsiert das zweite Barcamp dieser Art und will zu mehr Projekttransfer in diesem gesellschaftlich wichtigen Bereich beitragen. Hier findet ihr mehr Informationen: Link zum Event

Diskussion bei der Cowork2016

Foto: CC BY 4.0 Mirko Lux (Mehr Impressionen der #Cowork2016 findet ihr hier)

Teil 4: Random Facts und Vermischtes – Beschäftigung, Sicherheit, Menschen und Tiere

Im vierten Teil der Reiseserie zu unserem Monat in Thailand geht es um alles, was in den anderen Teilen dieser Serie noch keinen Platz gefunden hat, ich aber dennoch für erwähnenswert halte.

Programm

Da wir nur mit Handgepäck reisten, war unsere Auswahl an Unterhaltungsprogramm begrenzt. Was aber unbedingt mit musste, und sich als tatsächlich sinnvoll herausgestellt hat, habe ich hier mal aufgelistet:

  • (Karten)-Spiele: Uno, Phase 10, SkipBo, Kniffel
  • pro Person ein Buch sowie Tagebuch
  • Stifte
  • Taschenmesser/Besteck
  • Kindertaucherbrille (obwohl wir noch eine sowie einen Schnorchel vor Ort erwarben)
  • Badeschuhe! (Leider auch erst vor Ort gemerkt und teuer bezahlt)

Da wir schnell andere Kinder kennengelernt und die meiste Zeit draußen verbracht haben, war anderes „Spielzeug“ nicht nötig oder wurde von anderen mitbenutzt. Mit einem Mix aus Schnorcheln, Wandern, Träumen, Lesen, Essen und Fruchtshakes waren unsere Tage ziemlich ausgefüllt und ernsthaft langweilig wurde es nie. Bücher wurden übrigens vor Ort einfach weitergegeben und getauscht. Manche Unterkünfte und Cafés haben auch Ecken wo das entsprechend gemacht werden kann.

drei Rucksäcke

Internetkram und digitale Medien

  • iPad und iPhone (inkl. Apps: Spotify, Ebook-Reader, Sprachlern-Apps Thai)
  • Kopfhörer pro Nase, aber auch Ohropax
  • Basisauswahl an Hörspielen auf allen Endgeräten

Es gab nicht überall zuverlässiges W-LAN, daher war es schon sinnvoll ein paar Hörspiele und Musik offline dabei zu haben. Über die Dropbox hatte ich dann auch Zugriff auf eine digitale Kopie der wichtigen Dokumente.

Grafik: Reisen mit Kind in Zeiten des Web 2.0

Sicherheit

Erst auf der Reise wurde ich immer mal wieder angesprochen und darauf hingewiesen wie riskant es auch sein kann, ganz allein mit einem jungen Kind unterwegs zu sein. Diese Gedanken waren mir nicht fremd – jedoch waren wir bewusst nicht in einer einsamen Ecke und hatten immer eine gute Infrastruktur um uns herum. Besonders wegen meiner chronischen Krankheit, wusste ich eigentlich immer, wo das nächste Krankenhaus wäre und hatte stets genügend Bargeld für ein Taxi dorthin in der Tasche.

Zusätzlich habe ich im Vorfeld auch schon ein paar Maßnahmen diesbezüglich getroffen: Ein Googledoc mit dem ungefähren Reiseplan habe ich an enge Freunde, die auch als Notfallkontakt in meinen Unterlagen hinterlegt waren, gesendet. Außerdem gab es in jedem Gepäckstück Kopien von unseren Pässen und meiner kleinen Krankheitsgeschichte auf Englisch inklusive meiner letzten Blutwerte.

Am Kinde habe ich i.d.R. wenigstens einen kleinen Zettel mit meiner Handynummer platziert. Dennoch kam es zu einer kurzen Suchaktion von fünf Hotelangestellten, drei Köchen und mir: Zum Frühstück in Bangkok – im gebuchten Hotel wurde gerade gebaut – mussten wir im Hotel gegenüber einkehren. Ich holte uns Essen vom Buffet und Miss K. sollte sich schon mal einen schönen Platz suchen. Eigentlich hatte ich sie im Blick bis sie sich umentschied und doch lieber den tollen Balkonplatz, der gerade frei wurde, in der hinterletzten Ecke ansteuerte. Es folgten ungefähr zehn Minuten Panik und diverse Leute, die nach dem Kinde suchten, was in aller Ruhe die Nasenspitze in die Sonne hielt bis ich sie beim gefühlt fünften Mal des akribischen Absuchens des Restaurants endlich entdeckte und den anderen Entwarnung signalisieren konnte.

Mit der Zeit wurde ich aber wieder gelassener. Letztendlich verlief alles gut und niemandem passierte etwas. JedeR muss hier eine eigene Taktik entwickeln und da wir auch zu Hause eher unaufgeregt mit der stetig wachsenden Selbstständigkeit eines Grundschulkindes umgehen, machte es mir auch nichts aus, wenn Miss K. stundenlang alleine im Meer planschte oder mit gerade kennengelernten Familien auf Erkundungstouren ging (während ich mir eine Massage gönnte).

To Do Sicherheit

  • Heft/Buch mit allen wichtigen Adressen vor Ort und zu Hause
  • Online-Dokument mit ungefährem Reiseplan an enge Freunde senden
  • Kopien von Pässen und wichtigen Dokumenten (auch online speichern)
  • kleine Schilder für Taschen/Hosentaschen des Kindes mit Telefonnummer oder besser gleich so was
  • Deutschenliste
  • Vorhängeschloss z.B. für Gepäck und/oder Bungalow

Blick aufs Meer im Dunkeln

Von Tieren und Menschen

Von beidem haben wir so einige kennengelernt – manche waren freundlicher als andere. Grundlegend muss natürlich gesagt werden, dass die meisten Menschen sehr freundlich – vor allem zu Kindern – sind. Auch auf Koh Tao haben wir nur gute Erfahrungen gemacht. Dass dort alles etwas teurer als auf dem Festland ist, wussten wir vorab.

Anders wirkte Bangkok auf mich. Man sagt, es gibt Menschen, die diese Stadt lieben und andere, die sie nicht ausstehen können. Dazwischen geht nicht. Auch wenn es schöne insgesamt fünf Tage waren, ist Bangkok nicht so meins. Das hat leider auch mit den paar Menschen zu tun, die in den TouristInnen in erster Linie wandelnde Geldpakete sehen und deren Streben geprägt davon ist, diese mit diversen Tricks an sich zu bringen. So war schnell klar, dass der angenehmere Teil der Reise am Meer stattfinden würde.

Nachdem uns am ersten Tag ein anderer deutscher Tourist vom Skorpionstich seiner Partnerin und den anschließenden Erfahrungen mit der medizinischen Versorgung auf Koh Tao erzählte, befürchtete ich schon Schlimmes. Innerlich waren wir auch auf diverse Mückenangriffe eingestellt. Sofern wir aber die Stunde am frühen Abend (ist sicher je nach Jahreszeit und Wetter anders) in geschlossenen Räumen verbrachten, war es gar nicht so schlimm. Das Empfinden ist auch hier immer subjektiv und  ich glaube nicht, das die diversen Mückenmittel (pflanzlich oder Chemiekeule) da einen Unterschied gemacht haben.

Weitere mehr oder weniger angenehme Begegnungen mit Tieren betreffen Geckos und Eidechsen, Krebse, Fische sowie Nagetiere. Ein riesiger Vertreter der Ersteren (ca. 1 m von Kopf bis Schwanzende)  hielt uns lange davon ab die Toilette in unserem nach oben offenen Bad zu benutzen. Natürlich wussten wir, dass die Tiere nicht gefährlich sind. Nach ein paar Wochen waren wir auch nur noch genervt von den kleinen Kackhaufen im Bungalow, die Auskunft über die ungefähre Größe des Tiers gaben.

Die fast tellergroßen Krebse haben uns oft den Weg zu unserem Bungalow in den Felsen der Sunset Bungalows „versüßt“. Miss K. hatte dabei tatsächlich Angst, fand es aber auch sehr spaßig als ich am Strand öfters aufsprang als ein Krebs aus dem Wasser direkt auf meinen großen Zeh zusteuerte. Größeres Unglück konnte jeweils abgehalten werden.

Unvergessen ist auch der Morgen an dem eine von einer Katze gejagt Maus vom Dach in unser offenes Thaistyle-Badezimmer stürzte. Wir guckten uns ziemlich beide ziemlich geschockt an. Da das Bad mit Steinen ummauert, also abgeschlossen ist, gab es für sie keinen Ausweg. Ich glaube wir versuchten beide die Strategie und das Aggro-Potenzial des anderen zu evaluieren und entsprechend zu handeln. In meinem Fall schloss ich die Badezimmertür und sagte den burmesischen Hausmädchen Bescheid, die mit einem Besen anrückten.

Wer genau nachts mein Ladekabel angeknabbert hat, weiß ich nicht – tippe aber auch auf ein tropisches Nagetier eurer Wahl. Es war immer wieder erstaunlich, wie all diese Viecher doch einen Weg in die Räume fanden. Auch wenn eine Moskitonetz nicht immer notwendig war, fühlten wir uns darunter doch etwas beschützter.

Letztendlich überwogen aber eindeutig die positiven Erfahrungen mit Einheimischen, Tieren und anderen Reisenden: Die Großfamilie, die mit Jetskis aus Surat Thani nach Koh Tao gedüst ist und uns spontan zum Abendessen eingeladen hat; die super freundliche Kellnerin und die tolle Köchin im Sushi-Restaurant von Chalok, die für uns oft vegetarische Köstlichkeiten jenseits der Karte zubereitete;  viele Herbergsmenschen, die uns weitere schöne Ecken empfohlen und uns teilweise hingebracht haben; abendliches Biertrinken in der Yat Bar; vegane Leckereien von May Kaidee in Bangkok oder der lachenden Karotte; die lieben Angestellten vom BaanTalay, die keine Wünsche offen ließen; die Piratenbar mit Feuershows in gemütlicher Atmosphäre; diverse Familien von überall, mit denen wir in Hängematten gechillt, Boote ausgeliehen und Erkundungstouren unternommen haben. Danke für all die unvergesslichen Momente!

gecko

Teil 3: Unsere Unterkünfte in Bangkok und Koh Tao

Für den Anfang und das Ende unserer Reise haben wir Unterkünfte schon vorab gebucht und bezahlt. Die Wochen dazwischen ließen wir uns treiben mit Fokus auf günstige Unterkünfte der unteren Kategorie. Ursprünglich wollten wir mehrere Inseln ansteuern (Ko Samui, Koh Tao und Ko Phangan), wo wir jeweils ungefähr eine Woche bleiben wollten. Da wir aber noch nix vorgebucht hatten und in Koh Tao nette Menschen kennenlernten, blieben wir einfach vier Wochen dort. Langeweile kam dennoch nie auf. Hier nun eine kleine Übersicht unserer Herbergen und wie wir die fanden. Der ausgemachte Deal mit Miss K. war, dass wir jeweils immer direkt am Meer absteigen oder einen Pool in der Nähe haben.

Pool auf Dachterasse

Bangkok: Zwei Nächte im D&D Inn (Khaosan Road)

Wie bereits in Teil 1 dieser Serie beschrieben, zog es uns nach unserer Ankunft in Bangkok zunächst in die Khaosan Road, weil von dort auch der Bus Richtung Süden starten sollte. Das Hotel liegt direkt an der berühmten Backpackerstraße und war leicht zu finden. Wir bezogen ein fensterloses Zimmer mit Klimaanlage der unteren Kategorie (zwei Nächte = 53 Euro inkl. Frühstück). Hört sich schlimm an, war es aber nicht, denn wo keine Fenster sind, gibt es auch weniger Insekten, die mitunter ganz schön nerven können. Dennoch verbrachten wir mehr Zeit auf dem Dach des Hotels (am Pool und Karten spielend über den Dächern Bangkoks) und nutzten den angemieteten Raum wirklich nur zum Schlafen. Negativ waren jedoch die Bauarbeiten, die parallel zum laufenden Betrieb durchgeführt wurden, aber so richtig gestört hat es auch nicht. Auf unsere ersten zwei Tage in Bangkok fielen ausgerechnet  zwei Feiertage, die sämtlichen Alkoholausschank verboten. So war es an der Poolbar ungewöhnlich ruhig und die TouristInnen verzogen sich zum Trinken in ihre Hotelzimmer. Letzteres fand dann leider auf Kosten unseres Schlafs im Nebenzimmer statt. Und ja, die zwei Elefanten sind etwas verstörend.

Blick auf die Dachterasse des Hotels mit Kind

Koh Tao: Save Bungalows

Da wir schon um 8.00 Uhr morgens auf Koh Tao ankamen, waren wir sehr froh schon einchecken zu können. Die drei Nächte zum Ankommen auf der Insel haben wir auch vorab gebucht und insgesamt 38 Euro bezahlt. Der kleine Bungalow war funktional, sauber und ruhig. Auf dem Gelände wohnen auch einige Leute längerfristig, die auf der Insel arbeiten oder einfach länger bleiben. Wir waren rundum zufrieden und hätten wohl auch spontan noch einen freien Bungalow dort gefunden.

Schild Save BungalowsBlick auf terasse der Bungalows mit Kind

Koh Tao: Baantalay oder fünf Tage im Paradies

Unterkunftsmäßig unser absolutes Highlight! Ok, es war auch der Bungalow in dem wir uns aufgrund des riesigen Geckos eine Weile nicht auf die Toilette trauten – aber das gehört eben zum Dschungel dazu. Bezahlt haben wir 35 Euro pro Nacht und es kam noch mal ordentlich was an Essen hinzu. Denn eins muss jedem Reisenden in Baantalay klar sein: Dort ist nicht viel in der Nähe und vor allem das Essensangebot beschränkt sich auf das Restaurant im Resort und ein weiteres im nächsten. Wir fanden es dennoch ok und genossen die Tage sehr.

Der nächstgelegene Strand ist die Aow Leuk-Bucht und leider nur über Umwege und steile Straßen zu erreichen. Zu Fuß braucht man schon fast eine Stunde, mit dem Pickup-Taxi oder einem Roller geht’s aber ganz fix. Dafür wird man  mit glasklarem türkisfarbenen Wasser und tollen Stellen zum Schnorcheln belohnt. Wir nannten die Bucht nur noch Taucherparadies und verbrachten wunderbare Tage dort. Es gibt ein Restaurant (preislich günstig) in dem man auch Liegen mit Sonnenschirmen mieten kann.

Der ausgeschilderte Privatstrand von Baantalay ist über viele Stufen erreichbar (selten hatte ich so einen Muskelkater) und ganz nett. Schwierig ist aber der Einstieg ins Wasser, der sich zwischen den Felsen befindet.  So landet man direkt im Riff und muss gut schwimmen können um nicht an die scharfen Kanten der Korallen zu kommen. Für Miss K. war das leider nix – sie kann zwar gut schwimmen, sich aber durch die engen Steine zu bewegen gelang ihr einfach nicht und erforderte mehr Übung im Schorcheln. Badeschuhe sind unbedingt erforderlich. Für Kinder lohnt sich dann also doch die recht beschwerliche Wanderung zu einer der nächsten Buchten.

Dennoch genossen wir die Ruhe und den unvergleichlichen Ausblick von den diversen Terassen des Resorts. Der kostenlose Pickup funktionierte super und die Kommunikation mit dem Betreiber lief reibungslos. Auch die Mitarbeiterinnen vor Ort waren sehr freundlich und lasen uns jeden Wunsch von den Augen ab.

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Koh Tao: Sunshine 2 in Chalok Baan Kaok

Durch den täglich angebotenen Shuttle nach Chalok Baan Kaok im Süden von Koh Tao haben wir diesen etwas ruhigeren Ort kennengelernt und als nächstes Etappenziel bestimmt. Um unser ausschweifendes Leben im Baantalay (die Dessertkarte war schuld!) zu kompensieren folgte der unaufhaltsame Abstieg der Familie V.: Das Sunshine 2. Eine richtige Webseite haben die nicht und auch hier leben viele Leute länger in den kleinen Apartments, die ziemlich einfach und mitunter etwas oll sind. Dafür zahlt man umgerechnet 8 Euro pro Nacht.  Der Inhaber ist sehr geschäftstüchtig und das Frühstück ok. Da sich in Chalok aber auch viele andere Möglichkeiten bieten, ist man nicht darauf angewiesen dort einzukehren. Tagsüber hingen wir meist in der Saan Jao-Bucht rum oder entdeckten die anderen Strände in der Nähe. Dort trafen wir auch viele Familien, was uns in unserem Entschluss zu bleiben bestärkte. Aber auch hier ging ohne Badeschuhe im Wasser nix. Beim nächsten Mal würde ich aber eher in den einfachen Taraporn-Bungalows absteigen. Diese kann man vor Ort über das Restaurant auf dem Steg buchen.

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Koh Tao: Sunset Bungalows

Unsere nächste Unterkunft liegt nur eine Bucht weiter und war wieder bedeutend ruhiger. Die Sunset Bungalows an der June Juea-Bucht können auch gut vor Ort gebucht werden und waren erneut einfach und simple für 15 Euro pro Nacht. Dafür ist der Ausblick sensationell! Leider waren die wöchentlichen Partys im Hotelbunker eine Bucht weiter etwas laut. Die zum Familienunternehmen gehörende Strandbar von Yat ist legendär und lädt zu fast jeder Tageszeit auf einen entspannten Drink mit Reggaemusik ein. Alles in allem war hier wohl die Atmosphäre am chilligsten. Für einen kleinen Aufpreis fuhr uns die Besitzerin zu unserer nächsten Herberge am Strand von Sairee. Man kann aber auch dem steilen Pfad durch das Resort folgen und an der Küste entlang zu den weiteren traumhaften Buchten im Westen der Insel laufen. Wir haben einen halben Tagesmarsch für die Strecke nach Mae Haad gebraucht und dabei noch recht unberührte Ecken der Insel entdeckt.

Blick aufs MeerInnen Bungalow Bett mit Moskitonetzromantischer Sonnenuntergang am Strand

Koh Tao: O’Chai Bungalows in Sairee

Unsere letzte Unterkunft auf der Insel waren die O’Chai Bungalows am belebten Strand von Sairee an der Westküste in Hafennähe. Das Resort ist ziemlich einfach, aber sauber und funktional. Wir waren schon vormittags vor Ort (Walkin, keine Webseite) und hatten Glück und bekamen einen Bungalow mit Strandblick (ohne Aufpreis!) für unsere letzten Tage auf Koh Tao. Auch hier haben wir 15 Euro/Nacht bezahlt. Es gibt eine kleine Strandbar und ein Restaurant zum Frühstücken. Allerdings gibt es auch unzählige Bars und Restaurants in der Nähe.

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Bangkok: Sleep With Inn

Dann ging es mit dem Nachtzug zurück nach Bangkok, was natürlich auch Übernachtungskosten gespart hat. Bei unserem ersten Aufenthalt waren wir zwar von der Khaosan Road begeistert, aber nicht wirklich vom Hotel. Also buchten wir zwei Nächte im superneuen Sleep With Inn in der Parallelstraße – natürlich auch hier mit einem Pool auf dem Dach. Kostenfaktor waren 60 Euro für zwei Nächte in einem etwas schickeren Zimmer. Beim nächsten Mal würde ich aber darauf bestehen ein Zimmer, was nicht direkt zur lebendigen Khaosan Road hinausgeht, zu buchen – das war dann leider doch wieder recht laut, womit man bei der Lage auch rechnen muss. Ohropax waren also nicht erstmalig eine sinnvolle Investition.

Bangkok (Flughafen): Ploykhumthong Boutique Resort

Das Hotel mit dem unaussprechbar anmutenden Namen liegt außerhalb des Zentrums, dafür aber dicht am Flughafen. Das war auch der einzige Grund für unseren Aufenthalt hier. Dieser bestand im Wesentlichen aus diversen Runden im großen Pool, einem Essen im recht teuren Restaurant, der Übernachtung an sich und einer Fahrt zum Flughafen am frühen Morgen. Mit diversen Rabatten bezahlten wir mit der Buchung bei expedia.de nur 23 Euro für die doch recht hübsche Unterkunft zum Abschluss einer schönen Reise.

Grafik Übernachten in Bangkok

Fernweh: Unsere Reiseroute und Vorbereitungen aller Art

Unsere erste richtig weite Reise ist schon lange geplant und nun schon zum Greifen nah. Durch die Schulpflichtigkeit von Miss K.  und meine arbeitgeberseitige Auflage Urlaub primär in den Semesterferien zu planen, bleiben uns im Grunde nur die Schulferien für längere Unternehmungen. Dass es in warme Gefilde gehen sollte, war uns beiden von Anfang an klar. Thailand gilt mit seiner Infrastruktur als ideales Backpackerziel – auch mit Kindern. Heute schreibe ich darüber was und wer mich bei meiner Reiseplanung bewegt hat – Nachmachen ausdrücklich erwünscht.

Flugbuchung: Einmal Berlin-Bangkok bitte – Danke.

Flüge sind oft die größten Kostenpunkte einer Reise. Ich hatte mir verschiedene Benachrichtigungsfunktionen eingestellt und vor allem die Flugsuche von Sykscanner und Kayak genutzt, da man hier einen guten Überblick über günstige Flüge an verschiedenen Tagen erhält und dann entsprechend aussuchen kann. Über den besten Zeitpunkt einer Buchung und vieles mehr haben sich schon ganz andere Gedanken gemacht, zum Beispiel Feli, die hier über alles rund um das digitale Nomadentum bloggt. Gebucht habe ich dann letztendlich im Februar, also  gut sechs Monate vor Abflug, direkt bei der Airline – in unserem Fall Qatar Airways. Dort konnte ich auch unser veganes Essen auf dem Langstreckenflug dazu bestellen und erhielt auch eine Kinderermäßigung. Miss K. freut sich am meisten auf die Unterhaltungstechnik an Bord des Flugzeugs.

Kram, den ich extra angeschafft habe oder warum meine Geburtstagseinladung einen Googledoc-Link beinhaltete

Aus purem Selbstzweck und weil ich, pseudo-belesen durch diverse Reiseblogs, befunden habe bestimmte Dinge brauchen zu müssen, verzierte ich die diesjährigen Einladungen zu meinem Nichtgeburtstag (der Richtige ist nämlich erst 2016 wieder #Schaltjahr) mit einem Link zu einem Dokument, in dem ich ein paar Dinge auflistete, die wir gebrauchen könnten. Die Eingeladenen sollte dann entsprechend kennzeichnen, wenn sie vorhatten etwas davon zur entsprechenden Festivität mitzubringen. Daraufhin passierte erst mal nix. Ich sah meinen ganzen Plan scheitern – doch auf wundersame, mir nicht erklärbare Weise, fand sich an besagtem Tag fast alles, was ich aufgeschrieben hatte, auf meinem Gabentisch ein. Können ja doch lesen die lieben Menschen. Was da letztendlich so drauf lag?  Hier ist eine Liste mit Dingen, die ich zunächst ausschließlich für die Reise angeschafft habe, die aber auch sonst zu großen Teilen seitdem meinen Alltag bereichern:

  • ein Nackenkissen, damit der Hals nicht immer wehtut beim Schlafen in diversen Verkehrsmitteln
  • ein Kulturbeutel zum Hängen
  • Ein Karabiner-Multi-Tool-Dings zum  Aufmachen von Bierflaschen und Schuhe-an-den-Rucksack-Baumeln
  • 2 kleine Reisehandtücher
  • ein Kniffelspiel
  • ein Skip.bo-Spiel
  • Ein Brustbeutel für so wichtigen Kram
  • zwei Reiseführer: eins und zwei (die aber nicht mit vor Ort sein werden)
  • ein Zahlenschloss
  • ein geliehener Reisestecker (Danke, Gerit!)
  • Wiederverschließbare Tüten

Behördenkram und Notwendiges

Oh, was hab ich mich mit meinem Reisepass und dessen Gültigkeit vertan – und den Wartezeiten der Berliner Bürgerämter, die im Grunde nur noch mit Terminbuchung Gesuche erfüllen. Das läuft dann eben mit Termin, dafür aber Expresszuschlag = 90 Euro. Ein Visum brauchen wir nicht, da wir weniger als 30 Tage im Land bleiben. Außerdem habe ich noch schnell die Kreditkarte der DKB beantragt, mit der als angeblich einziger Anbieter das Geldabheben in Thailand kostenlos ist – kann ja nicht schaden. Eine zweite Kreditkarte für Notfälle ist auch dabei. Außerdem kommen hinzu: Listen mit meinen Medikamenten und Unverträglichkeiten, Notfallinfos in verschiedenen Sprachen und Kopien der wichtigen Dokumente (online und offline) sowie Sperrnummern. Impfen war ein schwieriges Thema da ich aufgrund meiner Immunschwäche nur das wirklich notwendige in Absprache mit den Docs nachgeimpft habe. Da wir uns aber vor allem auf Inseln aufhalten, sollte das gut gehen. Außerdem dabei: Eine kleine Reiseapotheke (vor allem für den Fall, dass uns das Essen nicht bekommt oder wir den Denguefieberjoker ziehen). Für alle Fälle haben wir natürlich noch eine Familienreisekrankenversicherung abgeschlossen. Was hab ich vergessen?

Unterkünfte zum Ankommen/Abreisen

Wie schon beschrieben, soll die Reise eher ein Ankommen und keine Listenabarbeitungsaktion sein. Möglichst stressfrei soll das gehen und mit meinem ausgeprägt planerischem Gemüt brauche ich dafür ein paar Sicherheiten – wenigstens für den Kopf und den Anfang, bzw. das Ende unserer Unternehmung. So habe ich neben dem Flug bereits eine Unterkunft in Bangkok gebucht. Weil ich es praktisch finde, vieles über ein Portal zu buchen und Kosten zeitlich ein wenig zu verteilen, nutze ich dafür Expedia (aber da gibt es viele, je nach persönlicher Präferenz). Nach zwei Tagen in Bangkok fahren wir mit dem Bus nach Koh Tao weiter und bleiben dort bis es uns nicht mehr gefällt (oder bis zum Rückflug).  Weil genau dann auf der Nachbarinsel, Koh Phanghan, die berüchtigte Full Moon Party stattfindet und damit viele der günstigeren Unterkünfte von partysuchenden Touristen schon belegt sein werden, habe ich auch dort zwei Nächte zum Ankommen vorgebucht. Mit Miss K. habe ich vorab einen Deal vereinbart: Entweder sind unsere Unterkünfte direkt in Strandnähe oder haben einen Pool – bislang sieht es gut aus.

Hoffentlich eines der Highlights: Baan Talay auf Koh Tao

Ein besonderes Juwel der Resortanlagen ist mir bei einem meiner Rechercheabende – und davon gab es einige – begegnet: Das Baan Talay Resort im Südosten der kleinen Insel. Die Preise sind zwar etwas teurer als unsere Reisekasse vorsieht, aber wenn man schon mal da ist, muss man sich auch was gönnen. Ich habe jedoch die Befürchtung, dass ich diesen Gedankengang noch öfter haben werde. Das kleine Resort hat sowohl eine Tauchschule (eine der vielen auf Koh Tao) als auch eine Yogaschule. Ich werde berichten, ob die idyllischen Bungalows auch wirklich so aussehen und wie oft wir es tatsächlich zu den täglichen Yogastunden geschafft haben. Wir haben hier zunächst einen Aufenthalt von fünf Tagen gebucht. Alles was danach kommt, werden wir vor Ort entscheiden. Lediglich für die letzte Nacht in Bangkok habe ich aufgrund des frühen Fluges eine Unterkunft in Flughafennähe gebucht – gemäß unserer Abmachung natürlich mit Pool.

Meine Entdeckungen 2013 – besser spät als nie

Manchmal brauche ich etwas länger um Tools für mich (wieder) zu entdecken. Um die Bandbreite dieses Blogs aufzuspannen, findet ihr hier ein Potpourri von Anwendungen, die mir in letzter Zeit begegnet sind. Alle sind in der Grundversion kostenlos verfügbar.

Netvibes Jobsuche Johanna Voll

Mit Netvibes verbinde ich klassische Monitoring-Maßnahmen, habe mir aber auch ein rein privates Dashboard angelegt, wodurch ich zu großen Teilen meine Jobsuche gesteuert habe. Zum Sammeln von RSS-Feeds finde ich es auch sehr praktisch und übersichtlich. Nachteil: Einige Such-Optionen funktionieren nicht immer.

Pluragraph BBE Johanna Voll

Pluragraph bin ich ebenfalls auf meinem jüngsten Ausflug in die Social Media-Welt in der Onlineredaktion vom BBE begegnet. Hier werden den NutzerInnen aktuelle Daten zu den diversen Netzauftritten von Non-Profits geliefert. Es gibt auch Rankings und Übersichten zu den Themenfeldern Organisationen, Politik, Kultur und Verwaltung. Jona Hölderle, einer der Gründer, bloggt zum selben Thema bei Pluralog.

zotero Johanna Voll

Nach besagtem Ausflug zog es mich wieder an die Uni zurück, wo ich nun Seminare vorbereite und mich vor interessanten Büchern, Artikeln und Aufsätzen kaum retten kann. Zunächst habe ich tatsächlich mit einem Zettelkasten à la Luhmann geflirtet, mich aber doch schnell für Zotero entschieden: Ein Literaturverwaltungsprogramm, welches sich ebenso im Web wie auch fest installiert bedienen lässt. Neben den bibliografischen Angaben können Notizen zu den einzelnen Publikationen gespeichert werden.

Dropbox Johanna Voll

Last but not least: „Warum erst jetzt?“ Das habe ich mich vor ein paar Monaten so oft gefragt, als ich endlich Dropbox entdeckte. Sicher, gehört hatte ich schon von dieser Lösung, bei der die NutzerInnen von überall Zugriff auf ihre (in der Dropbox abgelegten) Daten haben, aber die aktive Testphase stand noch aus. Nachdem das Hin und Her mit verschiedenen USB-Sticks mich wahnsinnig gemacht hat, arbeite ich nun effektiv mit verschiedenen Endgeräten. Das gemeinsame Bearbeiten von Ordnern und Teilen größerer Datenmengen nutze ich eher wenig.

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