Month: April 2015

Crowdworker gesucht!

An mich ist eine Bitte herangetragen worden. Im Rahmen eines Forschungsprojektes an der Europa-Universität Viadrina beginnt nun ein Untersuchung zu Crowdworkern (oder Clickworkern). Dazu soll nicht nur über sie geredet werden, sondern auch mit Personen, die auf diese Art ihren Lebensunterhalt (anteilig) bestreiten. Mehr dazu könnt ihr zum Beispiel hier lesen.

Prof. Dr. Anna Schwarz, mit der ich zusammenarbeite, sucht in einem ersten Schritt solche Personen und möchte sich mit ihnen unterhalten (in Berlin oder gerne auch telefonisch) – natürlich vertraulich. Meldet euch bitte auch wenn ihr Kontakte vermitteln könnt, direkt bei ihr: aschwarz@europa-uni.de oder über das untenstehende Formular bei mir. Das wäre eine große Hilfe für die erste spannende Phase unseres Projekts.2015-01-10 10.57.30

 

Barcelona reloaded

Vorgeplänkel

Ich habe Fernweh. Darin ist wie in jedem Jahr der Berliner Winter schuld, aber auch die Erkenntnis, dass das Reisen mit einem schulpflichtigen Kind nicht das Einfachste ist. Um diesem tiefsitzenden Wunsch nachzugehen habe ich 2015 zum Jahr des Reisens erkoren. Nicht alle kleinen oder großen Trips werden hier besprochen – wahrscheinlich nur die mit den schönsten Fotos zum Angeben. In Zukunft sicher noch mehr als zuvor mit dem zentralen Aspekt des Essens auf Reisen, denn das ist gerade im Alltag wie unterwegs manchmal schwierig. Aufgrund von diversen Allergien sei eine glutenfreie vegane Ernährung gerade angebracht. Außerdem: Wer braucht schon Knoblauch und Bananen? Ok, Sellerie war eh noch nie meins, aber der ist dennoch in so einigen Lebensmitteln versteckt. Da hilft nur noch Selbermachen. Ein Kochblog wird das hier allerdings nie – dafür ist meine Küche einfach immer zu unordentlich.

Geht’s jetzt auch endlich mal los?

Na gut. Also fast. Ich hege schon lange ein Faible für Barcelona. So richtig bewusst wurde mir das vor gut zwei Jahren im November, als ich abends im T-Shirt am Stadtstrand saß und ein Estrella (vielleicht auch mehr) trank. Ein Entschluss stand fest: Irgendwann lebe ich hier mal eine Weile. Für irgendwas war mein Lateinamerikastudium also doch gut. Mit Spanisch kann man sich zwar überall gut verständigen, so richtig ankommen tut man damit aber nicht – nicht in der Stadt und auch nicht bei den BewohnerInnen der selbigen. Und bevor jemand fragt: Nein, mit dem Catalán läuft’s noch nicht so gut.

So, jetzt aber. Die zehntägige Reise startete für mich kurz nach einer spannenden Konferenz. Davon noch ganz benommen, trudelten wir am frühen Abend in Barcelona ein. Die angemietete Wohnung einer Hamburger Fotografin fand sich schnell in den typischen schmalen Straßen am Fuße des Montjuïc. Unsere Reisegemeinschaft, zwei Menschen, die eine lange Freundschaft verbindet und ein Kind, startete den ersten Abend recht untypisch für katalanische Verhältnisse, indem wir einfach irgendwann ganz unspektakulär schlafen gingen. Spoiler: Wir passten uns aber sehr schnell an die ortsüblichen Verhältnisse an und dank des Urlaubs sowie der blickdichten Rollos vor den Fenstern, standen wir i.d.R. auch nicht vor Mittag auf.

Wetterbedingt nutzten wir die ersten beiden Tage um am Strand rumzuhängen. Die winterblasse Haut erhielt den ersten leichten Sonnenbrand und wir haben alle vom Meer in Form geschliffenen Glasscherben gesammelt, die angespült wurden und nix mehr für die Sommergäste übriggelassen. So sind wir halt. Sobald die Sonne weg war, wurde es aber kühler, sodass wir uns zum Essen in eine Bar oder nach Hause verzogen. Am südlichen Ende von Barceloneta kann ich dieses wunderbare Restaurant sehr empfehlen: Bar Celoneta. Die Karte beinhaltet typische Tapas, aber auch interessante Kombinationen. Vegane Gerichte sind deklariert und der sympathische Betreiber ist offen für Sonderwünsche. Ich war jedes Mal zufrieden und komme gerne wieder.

Barceloneta Bar Johanna Voll

In den nächsten Tagen lernten wir die Stadt nun also von verschiedenen Seiten kennen. Auch wenn es nicht mein erster Besuch dieser tollen Metropole war, entdeckten wir eigentlich jeden Tag eine neue schöne Ecke. Hier ein paar Eindrücke davon:

Hafen Barcelona 2015 Johanna VollGaudi Barcelona 2015 Johanna VollBlick vom Tibidabo Barcelona 2015 Johanna VollFrachthafen Barcelona 2015 Johanna VollMontjuic Funicular Barcelona 2015 Johanna Vollolympia Montjuic Barcelona 2015 Johanna VollStrand am Abend Barcelona 2015 Johanna VollStreetart boy Barcelona 2015 Johanna VollAvinguda tibidabo Barcelona 2015 Johanna VollRiesenrad Barcelona 2015 Johanna VollStreetart Barcelona 2015 Johanna VollFriedhof Barcelona 2015 Johanna VollStrand Wind Barcelona 2015 Johanna Voll

Kurz vor Ende der wie immer viel zu kurzen Reise sind wir zumindest ein kleines Stück rausgefahren: Nach Badalona. Wir haben versucht entlang der Küste bis zum Stadtzentrum zu laufen. Das geht zwar theoretisch, aber nur mit vielen Umwegen hinter einigen Industrieanlagen und Häfen. Der Strand und das türkisfarbene Meer war dort trotzdem noch ne Nummer schöner als am Stadtstrand von Barceloneta. Es war sehr windig, sodass es neben uns lediglich die Kitesurfer dorthin gezogen hat. Gelohnt hat es sich dennoch.

Barcelona 2015 Johanna VollKletterteil badalona Barcelona 2015 Johanna VollBadalona Barcelona 2015 Johanna Voll

Abreise mit Hindernissen

Allein schon der Fakt, dass wir gegen 9 Uhr am Flughafen sein sollten, war in unserem oben erwähnten Rhythmus eine ziemliche Herausforderung. Aber wir passierten pünktlich den Security-Check um dann eine ganze Zeit lang nichts anderes zu tun als zu warten. Der Heimflug wurde immer wieder nach hinten gerückt. Warum war bis dahin nicht erkennbar und das Flughafen-Wifi zu teuer um ernsthafte Nachverfolgungen anzustreben. Gegen Nachmittag ging es dann zunächst rein ins Flugzeug und dann sogleich wieder raus. Dieses Spiel machten wir dann am Abend gleich noch mal, dann aber mit der Ansage, dass es doch erst gegen 20 Uhr aufgrund eines Streiks der Fluglotsen im zu überfliegenden Frankreich tatsächlich losgeht. Wir bekamen den ein oder anderen Voucher – der ein oder andere davon funktionierte tatsächlich. Die Sandwiches des einizgen vorhandenenStandes konnte alle nicht mehr sehen. Irgendwann waren wir dann ziemlich alleine am Gate und alle MitarbeiterInnen der Airline verschwunden. Der Großteil der Fluggäste waren deutsche Urlauber, darunter die Reisegruppe Freiberg (ja, aus Sachsen), denen die Partylaune auch langsam verging. Ende vom Lied war, dass wir quer über das Flughafengelände gejagt in Bussen zu einem Hotel gebracht wurden, in das wir dank unserer flinken Füße als eine der ersten eincheckten. Das Kind schlief irgendwann zwischendurch ein. Die letzten Gäste bekamen gegen 3 Uhr nachts ihre Zimmer – das weiß ich aufgrund meiner kleinen Ausflüge zur Hotelbar in der Lobby. Nach dem üppigen Frühstück am nächsten Morgen hatten wir gerade noch Zeit um die Dachterrasse des an sich sehr schicken Hotels in Augenschein zu nehmen. Das Kind wollte noch bleiben. Dann ging das gleiche Spiel am Flughafen noch mal von Vorne los und als wir dann nachmittags tatsächlich mit Flugrichtung Berlin abhoben, hat schon niemand mehr daran geglaubt an diesem Tag noch in der Hauptstadt anzukommen. Leider also ein sehr stressiges Ende eines wunderschönen Urlaubs.

Hotel Palmen Barcelona 2015 Johanna VollHotel Pool Barcelona 2015 Johanna VollFlughafen I Barcelona 2015 Johanna VollRückflug Barcelona 2015 Johanna Voll

Kurze Schlussbetrachtungen

Für mich war es nicht der erste Aufenthalt in der Stadt meiner aktuellen Träume. Ich komme wieder, im besten Fall für einen längeren Forschungs- oder Arbeitsaufenthalt. Kontakte zu einer der vielen Universitäten dürfen gerne an mich weitergeleitet werden.

Montjuic sun Barcelona 2015 Johanna Voll

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